
Clara Franz, geboren 1994 in Rostock, ist eine Cellistin, die sich durch ihr vielfältiges musikalisches Profil auszeichnet. Sie lebt in Berlin.
Clara studierte Violoncello als künstlerisches Hauptfach an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin bei Prof. Josef Schwab und Prof. Hans-Jakob Eschenburg. Aufbauend studierte sie an der Hochschule für Musik und Darstellende Künste Frankfurt am Main bei Prof. Jan Ickert. Weitere prägende Lehrer in ihrer künstlerischen Ausbildung waren Prof. Leonid Gorokhov und Prof. Lucas Fels.
Als Orchestermusikerin war sie viele Jahre Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie. Derzeit konzertiert sie vornehmlich projektweise in unterschiedlichen Kammerorchestern.
2023 spielte sie im Ensemble Modern Orchestra die Tour unter Leitung von George Benjamin mit.
Als erfahrene Kammermusikerin konzertiert sie in diversen Ensembles verschiedenster Genres. Mit ihrem damaligen Streichquartett Aavik Quartett gewann sie 2019 den Förderpreis beim Polytechnischen Wettbewerb an der HfMDK Frankfurt.
Clara ist zusammen mit dem Gitarristen Guy Woodcock Teil des Ensembles Duo Shiluv. In ihren Konzertprogrammen suchen sie nach ungewöhnlichen Verbindungen und Kombinationen von Genres, Stilen und Klangfarben. Clara engagiert sich in ihren kammermusikalischen Aktivitäten für die Aufführung und das Entdecken zeitgenössischer Musik, gibt Kompositionsaufträge und arbeitet eng mit Komponist:innen zusammen.
Aus ihrer großen Leidenschaft und Neugier für die zeitgenössische Musik heraus, nahm Clara 2021 und 2023 an der contemporary celloweek beim EstOvest Festival in Turin, Italien, teil. Im April 2022 war sie Finalistin des Domnick-Cello-Wettbewerbs in Stuttgart und spielte das Cellokonzert von György Ligeti mit dem Stuttgarter Hochschulorchester. Eine umfassende Ausbildung im Ensemble Spiel und der Literatur zeitgenössischer Musik erhielt sie als Akademistin an der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) in Frankfurt am Main von Oktober 2022 bis September 2023.
Mit dem IEMA Ensemble 22/23 spielte Clara über 20 Konzerte mit zahlreichen Uraufführungen, unter anderem auf namenhaften Festivals wie den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem IMPULS Festival Graz oder der Gaudeamus Muziekweek in Utrecht. Als Spezialistin für zeitgenössische Musik war sie 2024 Instrumentalsolistin in der Produktion der Oper „Pnima“ von Chaya Cernowin am Staatstheater Darmstadt.
Clara hegt großes Interesse an interdisziplinären Projekten. So gestaltete sie 2023 gemeinsam mit der Tänzerin Ilgim Uz ein Fusions-Programm aus zeitgenössischer Musik für Solocello und Tanz.
Als Instrumentalpädagogin für Violoncello unterrichtet sie seit 2015 kontinuierlich Kinder, Jugendliche und Erwachsene aller Altersstufen und Niveaus sowohl im Einzelunterricht als auch im Format der Streicherklasse. Zunächst unterrichtete sie vier Jahre an einer privaten Musikschule in Berlin. Von 2019 bis 2023 unterrichtete sie an der Musikschule Heusenstamm und an der Musikschule Taunus in Frankfurt/Main. Seit April 2024 unterrichtet sie an der Musikschule Fanny Hensel in Berlin Mitte.
Clara Franz spielt ein Cello von Karl Weiß aus Dortmund von 1956.